Uhrenmuseum Winterthur

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Highlights

Astronomische Prunkuhr in Form einer Monstranz

Augsburg, um 1600

Diese Uhr gehört zu den Spitzenleistungen der Uhrmacherkunst. Das Zifferblatt stellt mit seinem Netz von Himmelslinien das Himmelsgewölbe dar. Darüber kreisen 366 Mal im Jahr die auf den Spitzen der Spinne eingezeichneten Fixsterne und geben ihre Position an. Der Sonnenzeiger wandert einmal im Jahr durch den Tierkreis. Der Schnittpunkt des Sonnenzeigers mit dem äusseren Rand des Tierkreisringes zeigt das Tierkreiszeichen, den Monat und auf der Horizontlinie zusätzlich Auf- und Niedergang der Sonne an, der Mondzeiger das Mondalter. Zudem lassen sich unter anderem künftige Mond- und Sonnenfinsternisse, astrologische Konstellationen und Festtage ablesen. Die Zifferblätter auf den Schmalseiten dienen astronomisch-kalendarischen Zwecken.

Sign. PB und Augsburger Beschauzeichen (Paulus Braun Innungsmeister 1581)

Goldtaschenuhr

Paris, 1830

Es handelt sich hier um eine der wenigen Breguet-Uhren mit dieser Zeiger- und Zifferblattgestaltung. Dazu besitzt die Uhr eine frühe Ankerhemmung. Lord Willoughby erwarb diese Golduhr am 12. Juli 1830 zum Preis von 5000 Francs. Sie blieb bis 1997 im Besitz der Familie Willoughby. Peter Robert Drummond-Willoughby (1772–1865) trat nach dem Tod seines Vaters 1820 als 22. Baron Gwydir in den Adelsstand ein. 1821 amtierte er als stellvertretender Lord Great Chamberlain bei der Krönung von Georg IV. Mit dem Einsitz ins Oberhaus 1829 erhielt er den Titel Lord Willoughby of Eresby.

Sign. BREGUET No. 4405

Kalendarische Monstranzuhr

Augsburg, um 1630/40

Die vielen Anzeigen dieser kleinen Tischuhr in Form einer Monstranz sind in technischer Hinsicht stupend einfach ausgeführt. So wird das Datum zusammen mit der Mondphase mit nur gerade einem Zeiger angegeben. Trotzdem erzielte der Uhrmacher damit schon recht ordentliche Angaben. Mit neuartiger Hemmung und Gangregelung – dem Kreuzschlag – versehen, verfügte die Uhr über einen bis dahin unerreichten gleichmässigen Antrieb. Dieses von Jost Bürgi (1552–1632) entwickelte Hemmungssystem wurde nur von wenigen Uhrmachern übernommen, weil dessen Herstellung ausserordentliche Sorgfalt und grosses technisches Geschick erforderte.

Sign. Christoff A" Krrätzer

Gold-Email-Uhr mit Automat und Musikwerk «Theater»

Genf, um 1805

Weltweit sind wenige Gold-Email-Uhren mit Automat und Musikwerk «Theater» bekannt. Sie besitzt einen komplizierten Automaten mit einem «en-ronde-bosse» plastisch ausgearbeiteten, farbig bemalten Tanzpaar. Die winzigen Figuren setzen sich zu den Klängen der Musik in Bewegung. Das Paar ist dabei in der Lage, sich zu drehen, sich zu trennen, um sich sogleich wiederzufinden. Zudem kann es hüpfende Bewegungen imitieren. Ein Dirigent und eine Harfenspielerin vervollständigen rechts und links im Vordergrund die reizvolle szenische Darbietung.

Holzräderuhr mit Figurenautomaten

 Neuenburg (vermutlich Val de Ruz), 1752

Bis heute gibt es keine vergleichbare Schweizer Holzräderuhr mit ganzen Puppen als Figurenautomaten. Es handelt es sich um ein ganz besonderes Unikat, das vielleicht aus dem Besitz einer Müllerfamilie stammt. Der Hersteller der Uhr könnte ein sehr geschickter Handwerker sein, der mit dem Mühlenbau vertraut war und für eben diese Familie eine Uhr herstellte.