Einige Highlights aus dem Uhrenmuseum Winterthur

Astronomische Prunkuhr Monstranz

Astronomische Prunkuhr Monstranz

Augsburg, um 1600

Die astronomische Prunkuhr in Form einer Monstranz gehört zu den Spitzenleistungen der Uhrmacherkunst. Das Zifferblatt stellt mit seinem Netz von Himmelslinien das Himmelsgewölbe dar. Darüber kreisen 366 Mal im Jahr die auf den Spitzen der Spinne eingezeichneten Fixsterne und geben ihre Position an. Einmal jährlich wandert der Sonnenzeiger durch den Tierkreis. Der Schnittpunkt des Sonnenzeigers mit dem äusseren Rand des Tierkreisringes zeigt das Tierkreiszeichen, den Monat und auf der Horizontlinie zusätzlich den Auf- und Niedergang der Sonne an, der Mondzeiger zeigt das Mondalter. Zudem lassen sich unter anderem künftige Mond- und Sonnenfinsternisse sowie astrologische Konstellationen und Festtage ablesen. Die Zifferblätter auf den Schmalseiten dienen astronomisch-kalendarischen Zwecken.

Sign. PB und Augsburger Beschauzeichen (Paulus Braun Innungsmeister 1581)

Die Astronomische Prunkuhr Monstranz ist permanent ausgestellt in der Sammlung Konrad Kellenberger.

Dauerausstellung

Universum der tickenden Handwerkskunst – die Sammlung Konrad Kellenberger

Universum der tickenden Handwerkskunst – die Sammlung Konrad Kellenberger
Berner Holzräderuhr mit Figurenautomaten, Bernbiet, 1793

Die international bekannte Sammlung von Konrad Kellenberger zeigt eiserne Hausuhren des 15. bis 17. Jahrhunderts aus dem deutsch- und französischsprachigen Raum sowie die mittlerweile weltweit prominenten Konsolenuhren der Winterthurer Uhrmacherfamilie Liechti.

Einen weiteren Schwerpunkt der Sammlung bildet die einzigartige Kollektion von Schweizer Holzräderuhren aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, es ist die wohl umfangreichste Präsentation auf diesem Gebiet. In einem augenfälligen Kontrast dazu stehen die kunstvollen Prunkuhren aus der Renaissance, darunter die einmalige Monstranz aus Augsburg um 1600.

Zur Sammlung Konrad Kellenberger

Dauerausstellung

Zeit der kleinen Uhren – die Sammlung Oscar Schwank

Zeit der kleinen Uhren – die Sammlung Oscar Schwank
Goldtaschenuhr, Paris, 1806. Sign. Breguet, No. 1885

Die ehemalige Uhrensammlung Kellenberger erhielt 2012 exzellenten Zuwachs: 

Die Taschenuhrensammlung von Oscar Schwank gelangte mit rund 220 Exponaten nach Winterthur und bereichert seither die bestehende Präsentation aufs Schönste, brachte sie doch einen wichtigen Bereich ein, der bislang kaum vertreten war.

Oscar Schwank kaufte nur die besten Stücke und baute seine Sammlung mit einem sehr sorgfältigen und zielgerichteten Blick auf. Die Uhren demonstrieren technisches Können und künstlerische Raffinesse und zeugen ebenso von Reichtum und standesgemässer Repräsentation.

Zur Sammlung Oscar Schwank

Gastspiel

25.03.25 – 21.09.25

Astronomische Toggenburger Holzräderuhr von 1773

Diese seltene Holzräderuhr ist mit einem Gehwerk mit komplexem Zeigerwerk für die Zeit- und Kalenderanzeige sowie mit einem Viertelstundenschlag- und zwei Stundenschlagwerken ausgestattet. Die vielen Anzeigen sind aussergewöhnlich. Gleichzeitig ist sie vermutlich die einzig bekannte Holzräderuhr der Schweiz, die mit einem zweiten Schlossscheiben-Stundennachschlagwerk ausgerüstet ist. Wird die Uhr zu Recht Franz Joseph Büchler zugeschrieben?

Leihgabe: Uhrenmuseum zum Rösli, Zürich

Gastreferent Armin Defilla, Eidg. dipl. Uhrmachermeister, Uhrenmuseum zum Rösli, Zürich, stellt die Gastuhr in der Reihe «Museum am Mittag» am Freitag, 20. Juni 2025 um 12:30 Uhr vor. Die Führung ist kostenloser Bestandteil des Museumseintritts. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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Gastspiel  – Aktuelles Programm

Im Rahmen der Reihe «Gastspiel» zeigt das Uhrenmuseum Winterthur jeweils eine ausgewählte Uhr aus einem anderen Museum oder aus einer privaten Sammlung. Ob aussergewöhnliches Glanzlicht, exquisite Rarität oder unbekannter Zeitzeuge – jeder Gast rückt auch die bestehende Sammlung in ein anderes Licht.

Das Programm mit dem aktuellen Gastspiel und den Themen der öffentlichen Mittagsführungen im «Museum am Mittag» wird halbjährlich kommuniziert.

Veranstaltungen im Uhrenmuseum Winterthur

Fr 25.04.2025
Museum am Mittag: Uhren mit Federzug
Museum am Mittag: Uhren mit Federzug
Bereits im 15. Jh. entstanden erste Uhren mit Federzug, die keine Gewichte für den Antrieb benötigten und somit auch auf den Tisch gestellt werden konnten. Im Vergleich zum Gewichtszug hat der Federzug jedoch einige Nachteile, dem die Uhrmacher mit technischen Raffinessen entgegenwirkten.
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Fr 23.05.2025
Museum am Mittag: Die Entwicklung der Pendeluhr
Museum am Mittag: Die Entwicklung der Pendeluhr
Frühe Räderuhren hatten als Gangregler eine Waage oder eine Radunruhe. Die Erfindung und Einführung des Pendels bewirkte für den mechanischen Zeitmesser eine revolutionäre Verbesserung.
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Fr 20.06.2025
Museum am Mittag: Astronomische Toggenburger Holzräderuhr von 1773 (Gastspiel)
Museum am Mittag: Astronomische Toggenburger Holzräderuhr von 1773 (Gastspiel)
Die Franz Joseph Büchler zugeschriebene Uhr ist bis heute die vermutlich einzig bekannte Holzräderuhr der Schweiz mit kalendarischen Anzeigen und einem zusätzlichen Stundennachschlagwerk.
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Angebote für

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit für die Zeit

Möchten Sie mehr wissen über Eisenuhren aus der Innerschweiz, frühe Halsuhren oder beispielsweise Klappsonnenuhren? Die Palette der Themen ist so breit wie die Geschichte der Zeitmessung lang ist. Im «Museum am Mittag» vermittelt die Konservatorin Brigitte Vinzens jeweils von 12:30 bis 13:00 Uhr in Kurzführungen vertiefte thematische Einblicke in die Sammlungen von Konrad Kellenberger und von Oscar Schwank. Sporadisch werden auch Fachreferate von Experten aus der Welt der Uhren veranstaltet.

 

Hier bleibt die Zeit nicht stehen

Das Uhrenmuseum Winterthur ist mehr als nur barrierefrei und ermöglicht allen eine ganz eigene Erfahrung von Zeit. So ist in der einmaligen Präsentation der historischen Uhren der Sammlung Konrad Kellenberger die Zeit geradezu hör- und spürbar: Viele Uhrwerke sind aktiv und ihr rhythmisches Ticken untermalt den Museumsbesuch mit einem stimmigen Klangteppich. Ticktack, ticktack.

 

Auf Zeitreise im Uhrenmuseum Winterthur

Nirgends lässt sich das Phänomen Zeit und die Geschichte der Zeitmessung besser erklären als in der unmittelbaren Umgebung von historischen Uhren. Hier können Kinder und Jugendliche anschaulich und altersgerecht am Rad der Zeit drehen und entdecken, dass jede Uhr ein bisschen anders tickt. Angeboten werden im Moment Führungen und Workshops für Schulklassen ab Unterstufe bis Sekundarstufe II.

 

Der Zeit immer einen Schritt voraus

Das Uhrenmuseum Winterthur versendet halbjährlich Medieninformationen zu den aktuellen Wechselausstellungen, zum Gastspiel und den thematischen öffentlichen Führungen im Rahmen der Reihe «Museum am Mittag». Zu diesen wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website Medieninformationen sowie hochaufgelöste Medienbilder zum Download. Informationsmaterialien zu den permanenten Sammlungen und den Veranstaltungen finden Sie ebenfalls auf unserer Website.

 

Informationen für Medienschaffende

Das Uhrenmuseum Winterthur versendet halbjährlich Medieninformationen zu den aktuellen Wechselausstellungen, zum Gastspiel und den thematischen öffentlichen Führungen im Rahmen der Reihe «Museum am Mittag». Informationsmaterialien zu den permanenten Sammlungen und den Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website.

Brigitte Vinzens
Konservatorin Uhrenmuseum Winterthur

+41 (0)52 267 51 36 / 28

Ein Blick zurück. Besuchen Sie unser Ausstellungsarchiv

Das Archiv mit den Gastspielen und den Wechselausstellungen befindet sich noch im Aufbau und wird fortlaufend ergänzt.